Dienstag, 21. August 2012

Heute sind O. und ich 11 Monate zusammen. (15 Monate Blog, 742. Post)

Es ist so selten, dass ich um diese Uhrzeit glücklich bin. Seltsam, oder? Viele depressive Menschen haben ein sogenanntes 'Morgentief' und ein 'Abendhoch'. Morgens gehts ihnen kacke und Abends besser.
Mir gehts eigentlich vor allem abends nur schlecht. Selten, dass ich abends glücklich bin.
Morgens ist es aber auch nicht viel besser, vor allem, wenn Schule ist. Ich dachte eigentlich, dass es normal ist, morgens nicht aufstehen zu wollen, nicht in die Schule zu wollen, liegen bleiben zu wollen. Ist es anscheinend nicht. (Kann ich mir irgendwie sehr schwer vorstellen - wer freut sich schon auf Schule?!) Okay, nicht alle haben so unglaubliche Panik vor jedem einzelnen Schultag wie ich. Habe ich erwähnt, dass ich jedes Mal weinen musste, wenn ich in den Ferien an die Schule gedacht habe? Und übermorgen geht der Scheiß weiter..
Hey, schon wieder off topic. Naja, jedenfalls ist es schwer vorstellbar, dass man sich auf die Schule freuen kann. Kann ich nicht verstehen.
Ich meine - ich bin da, niemand redet mit mir außer meinen vier oder fünf 'Freunden', die ich fast nie sehe. Und selbst die - hey, ich hab mich mit denen noch nie außerhalb der Schule getroffen.
Traurig, dass ich im echten Leben gar keine Freundinnen habe.
Vielleicht ist O. deshalb so wichtig für mich. Mein einziger Freund.

Jetzt ist mir auf einmal wieder klar geworden, wie scheiße mein Leben eigentlich ist. Wie konnte ich in den Ferien ansatzweise glücklich sein? Ich verstehs nicht.
Und morgen, am 22. August, muss ich wieder hin.
Mich dem Tag stellen.
Mit denen reden.
Sie anschauen.
OH GOTT.
Wie soll ich das aushalten?!
Oh mein Gott!
Ich kann nicht in Worte fassen, wieso das mich so fertig macht (und dabei bin ich normalerweise echt gut darin, Dinge auf Buchstaben zu reduzieren).
Druck und Arroganz und Ablehnung und furchtbare Erinnerungen und zu viele Erwartungen und das allem wird diesem Horror nicht gerecht.
Scheiße.

1 Kommentar:

  1. Hey. Ich hatte auch solche Probleme in der Schule. Zwar nicht so exrem... aber na ja.

    Die Schule ist dafür da, um junge Menschen zu programmieren, um ihnen eine Realität überzustülpen. Alles wird gleich gemacht, gleichgeschaltet.
    Ich verstehe auch nicht, wie alle das über sich ergehen lassen können.
    Die Lehrer spielen sich auf, als wären sie die Meister des Lebens, doch sie sind nur dreckige Heuchler und Programmierer von Robotern.

    Ich würde an deiner Stelle einfach das Beste draus machen, damit du besser an deinen Traumjob gelangen kannst - falls dafür überhaupt ein Abschluß nötig für ist.

    Wenn du dich dort zu quer stellst (so wie ich es getan habe), dann verbaust du dir vielleicht wirklich die Zukunft. Aber das Gelaber kennst du ja vielleicht von sogenannten "Erwachsenen" zu gut.

    Lass dich nicht kleinkriegen.

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