Mittwoch, 15. April 2020

Mir ist gerade ein Gedanke gekommen..
Ich dachte immer, dass ich immer alleine leben würde. Es nervt mich unglaublich, andere Menschen um mich zu haben, in meinem safe space.

Ich weiß es nicht genau, aber ich habe irgendwie das Gefühl, als seien meine Tage des Alleine Lebens gezählt. Das heißt nicht, dass ich es jetzt sofort aufgebe. Aber ich denke, dass es absehbar ist, dass ich eines Tages mit jemandem zusammenleben werde. Mit meinem Freund wohl nicht so bald, da ist ja noch die Katze, gegen die er tödlich allergisch ist und ich plane, die noch an die 10 Jahre zu behalten. But who knows. Life is strange.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Will ich eigentlich überhaupt Wissenschaftler werden? Kann ich das überhaupt? Bin ich stark genug dafür? Ausdauernd genug? Das ist alles echt hart.
Aber hey, das erste Mastersemester ist fast geschafft. Wenn ich alle Nachweise eingereicht habe, fehlt mir im Sommer nur noch ein Modul und eine mündliche Prüfung, bevor ich mich an die mündlichen Masterabschlussprüfungen machen kann.

Montag, 20. Januar 2020

I would like to cut myself open, just to see how much I'd bleed

Montag, 16. Dezember 2019

Es ist irgendwie schwierig, diese ganze lange Geschichte in sich zu haben. Die wird selektiv verschwiegen und ich tue so, als wäre alles immer ganz normal gewesen.
Ich wäre doch niemals diese ehrgeizige Person geworden, wenn das nicht alles so herausfordernd gewesen wäre. Aber wie erzählst du das? Wenn du jemanden kennenlernst und du willst etwas Banales erzählen, von deinen Hobbys. "Ich liebe kochen, das habe ich im Heim gelernt" - und bäm, Moodkiller.
Nur dazusitzen kann bereits das giveaway sein. Jetzt, im Winter, geht es ja. Aber im Sommer, im T-Shirt oder Kleid? Klar, die wenigsten Leute machen den Kopfsprung ins Fettnäpfchen (obwohl es auch die gibt!) und fragen "Hey, was ist mit deinen ganzen Narben?". Aber ich muss davon ausgehen, dass jeder sie bemerkt, immer. (Obwohl ich sie oft nicht mehr sehe) Ich kann nicht in die Köpfe der Leute schauen, aber sie werden sich ihren Teil denken. Ich wüsste so gerne, wie das wirkt, eine scheinbar sehr selbstbewusste Person, und dann diese Narben.

Es ist schwierig, wenn man jemanden kennenlernt, Stück für Stück diesen Berg an Altlast langsam zu offenbaren. Ich kann nichts für das alles und ich bin jetzt meilenweit entfernt davon, aber es ist ein Teil von mir. Meine Geschichte. Manchmal wäre es echt schön, einen Ratgeber dazu in die Hand gedrückt zu bekommen.
2019 war.. krass. So krass. Mein Selbstbewusstsein ist noch weiter gewachsen und man sagte mir, ich entwickele eine Art.. Charisma.
Ich durfte Lehrerfahrungen sammeln! Ich, eine einfache Masterstudentin.
Ich war in der Arktis. Ich.war.in.der.Arktis!
Ich habe einen Abschluss von der Uni! Ich habe eine 1,0 in meiner Bachelorarbeit bekommen! Ich!

Das kann doch alles nicht wahr sein.

Samstag, 5. Oktober 2019

Dieser Blog wird wahrscheinlich immer das sein, das mich zum Weinen bringt, denn er hält alle Gedanken bereit, die ich nicht ertragen konnte. Hier steht alles, was mir so weh getan hat, aufgeschrieben. Alle Gefühle, die zu groß für mich waren, habe ich hiergelassen.

Das hier zu lesen, bedeutet, meine geheimsten Gedanken zu kennen. Alles, was mir weh tut. Meine Selbstzweifel, aber auch die Dinge, an denen ich mich aufrichte.

Es ist doch verrückt, sich so verletzlich zu machen. Aber wünsche ich mir nicht heimlich nur jemanden, der dies liest und mich in den Arm nimmt? Ich wünsche mir, dass irgendwann irgendjemand mich vollkommen verstehen kann. Keine Ahnung, ob das je passieren wird. Ich sorge ja auch selbst dafür, indem ich nie wirklich alles erzähle.
Ich will es auch nicht mehr erzählen. Ich will nicht, dass das alles noch so einen großen Einfluss auf mich hat. Ich will eigentlich unabhängig sein. Nicht dieses Mädchen, dem das alles passiert ist. Schade nur, dass ich das nie sein werde. Ich bin vernarbt für immer, aber ich will mich nicht ansehen.
And now.. now you're just somebody I used to love.

Montag, 5. August 2019

Manchmal bin ich inzwischen kalt. Und kalt zu sein kann so viel einfacher sein, als sich für die Gefühle Anderer zu interessieren.

Ich will, dass ihr an mich denkt, wenn ich nicht mehr hier bin. Ich weiß, ihr werdet mich vermissen. Ich bin viel stärker als so viele von euch und daran sollt ihr euch erinnern.

Wisst ihr, was ich alles getan habe? Lest es doch selbst.
Hallo, kleines Mädchen.
Hallo, kleines Ich aus 2011.

Heute hast du deine Bachelorarbeit abgegeben. Du hast ein Studium beendet. Du bist seit 5 Jahren clean. (Und seit über einem Jahr nicht rückfällig, ich bin so stolz.) Du bist Naturwissenschaftler und Akademikerin. Du bist so stark und selbstbewusst. Menschen sagen dir, dass du ein Vorbild bist. Du bist vernetzt und dein Dekan grüßt dich auf dem Flur. Du leitest 13 Leute in deinem Nebenjob. Du wirst bald die Arktis sehen! Du bist so ein großes Mädchen.
Du nimmst dir, was du willst. Du schämst dich nicht mehr für dich selbst. Du hast einen Ort gefunden, an dem du nicht nur sein kannst, wer du willst; nein, du wirst dafür respektiert und bewundert. Du hast herausgefunden, wo die Reise deines Lebens hingehen soll. Du willst Professor werden.

Ich wünschte, ich könnte dir sagen, was aus dir werden wird. Ich wünschte, ich könnte dir das Leid ersparen. Du wirst dich nie wieder hassen! Du wirst nie wieder fremdbestimmt sein! Du wirst nie wieder abhängig sein! Vielleicht wirst du dir weh tun wollen, und wenn du nicht anders kannst, dann ist das in Ordnung. Aber du wirst darüber reden können. Und du wirst wissen, dass du das eigentlich nicht brauchst.

Du bist an einem Ort, an dem die Menschen interessiert, was du denkst. Nicht, wie du aussiehst. Du bist in deinem Utopia, das du dir gewünscht hast, seit du denken kannst. Tue alles, um für immer dort bleiben zu können.

Ich bin so stolz, dass du nie aufgegeben hast. Ich danke dir, dass du mich hierher gebracht hast.

Freitag, 25. Januar 2019

Oh Gott, ich liebe Frauen. Das sind die tollsten Lebewesen auf diesem Planeten. Oh wow.

Sonntag, 20. Januar 2019

Ich hatte ein mir von meinen Zweitis geschenktes Starkbier und kann mein Tagebuch nicht finden, darum muss ich mich wohl oder übel hier auslassen.

Ich liebe diese Frau, obwohl das rational gesehen vollkommener Blödsinn ist. Obwohl wir uns so oft nicht verstehen und verwirren und keine Zeit füreinander haben und nur verzweifeln.
Sie hat eine Art zu denken, die ich bei noch niemandem sonst gesehen habe. Ich bin so stolz auf sie, weil sie ihren Shit einfach durchzieht.
Und die kaputten Menschen finden sich doch immer, oder nicht?

Sonntag, 25. November 2018

Woman a sinner, girl a saint
lost forever, all in vain

Who would've guessed that

Freitag, 23. November 2018

Wenn ich ein Mann wäre, wäre ich total attraktiv. Ich meine, ich bin smart und sozial engagiert und dann würde auch niemand von mir erwarten, Make-Up zu tragen. Mind blown!

Montag, 19. November 2018

I just don't feel well. I need something to hold on to. I'm not as happy as I should be. Keep me safe, I can't keep myself anywhere.

Samstag, 29. September 2018

Wenn ein Zimmer den Charakter seines Bewohners spiegelte, so war dieses zweifelsohne eine wahre Goldgrube an Informationen. Zwar war nicht auf den ersten Blick zu erkennen, zu welchem Bild sich die Indizien zusammenfügen würden, doch waren sie schon für sich gesehen kurios genug.

Kaum zwei Möbelstücke im Raum passten zusammen, gemein war ihnen lediglich ihre Einfachheit und das Fehlen von Schnörkeln. Man hätte sie durchaus minimalistisch oder funktional nennen können. Doch waren sie ohnehin kaum zu sehen, verdeckt von Unmengen an Büchern, die kreuz und quer gestapelt, ordentlich aufgereiht oder einfach auf Sitzgelegenheiten verteilt lagen. Aber nicht nur Bücher waren überall verteilt, auch Schreibutensilien, Kleidung, verschiedene Skripte, Blöcke und Papiere mischten sich in das Chaos.

Inmitten dieser Welt aus Papier fanden sich einige Stücke, die so offensichtlich von der sonst allgegenwärtigen Handschrift des Bewohners abwichen, dass sie trotz ihrer Schlichtheit sofort ins Auge sprangen. Zwei kleine Aquarien mit undefinierbarem, grünen Inhalt standen auf einem niedrigen Regal, und in einem anderen stapelten sich durchsichtige Dosen, die bei näherem Hinsehen verschiedene Insekten, Spinnen und Schnecken beherbergten. Die Obsession des Bewohners mit Kuriositäten wurde noch deutlicher beim Blick auf die höheren Regale an den Wänden. Dort reihten sich stachelige Pflanzen neben Gläser, in denen tote Tiere und einzelne Organe schwammen, in Alkohol konserviert für die Ewigkeit. Mit leeren Augen starrten sie in den Raum, der doch auch so viel Leben versprühte.

Das Fensterbrett erstrahlte in sattem Grün, das von verschiedenen Pflanzen, die dort allen Raum einnahmen, herrührte. Auf den zweiten Blick zeigte sich, dass auch hier eine gewisse Eigenheit wütete – denn es handelte sich ausschließlich um fleischfressende Arten. Tatsächlich zeigten sie in diesem Raum die einzige Einheit, nämlich ihre perfekt aufeinander abgestimmten Töpfe, die, groß, klein, hoch, tief, doch alle von der exakt gleichen Farbe waren.

Eigentlich nahmen die Pflanzen auch nicht allen Platz auf der Fensterbank ein, ein schmaler Spalt war frei geblieben, dessen Funktion erst dann ersichtlich wurde, als eine kleine, schwarze Katze sich mit einem fast eleganten Satz dort niederließ. Ließ man daraufhin den Blick aufmerksamer durch das Zimmer wandern, zeigten sich dort mit einem Mal, weniger auffällig als das allgemeine Durcheinander, zahlreiche Katzenbetten, Spielzeuge, Decken und Kratzgelegenheiten.

Freitag, 27. Juli 2018

Manchmal gibt es schon Momente, die ich gerne mit jemandem teilen würde. Wünsche mir manchmal, jemanden neben mir zu haben, wenn das letzte Tageslicht ins Zimmer fällt.

Montag, 9. Juli 2018

Meine Ziele sind mein Antrieb, meine Motivation und mein Motor. Alle meine Handlungen laufen stets darauf hinaus, zu erreichen, was ich mir vornehme.
So viele Dinge, zu denen ich mich zwinge, kann ich nur, weil ich weiß, wo ich hin will.

Da verwundert es nicht, dass ich sehr vorsichtig damit bin, welche Ziele ich mir setze. Umgekehrt ist es nämlich gar nicht gut für mein Ego, wenn ich meine Ziele nicht erreichen kann.


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In other news, ich habe heute die letzte Übung des Grundstudiums hinter mich gebracht. Nur noch eine Klausur, dann geht es ins Vertiefungsstudium. Ich kann mir jetzt endlich aussuchen, was ich machen will! Und ich weiß auch schon, was. Es wird ein Haufen Arbeit, aber ich freue mich unglaublich auf all die neuen Techniken und das Wissen, das ich lernen werde!
Ich bin so glücklich, dass dieses Studium sich immer und immer wieder als meine größte Leidenschaft erweist.

Sonntag, 17. Juni 2018

Ich muss ehrlich sagen, dass ich keine Ahnung habe, wo ich stehe.
And you always knew that you'd be the one who'd work while they all played..
Wenn du wissen willst, was du falsch gemacht hast, denk doch mal nach, was es in einem 14-jährigen Kind auslöst, gesagt zu bekommen, dass es keine Zukunft hat. Oder einem 16-jährigen Teenager, wenn du ihm sagst, er sei nicht mehr dein Kind.
Du kannst so unglaublich dankbar sein, dass dieses Kind viele Jahre später überhaupt wieder mit dir redet. Du kannst so nützlich sein wie du willst und so viel tun wie du kannst.

Dein Kind wird es nie vergessen, mit was für einer Krankheit du seinen Geist vergiftet hast. Dein Kind wird für immer daran zu zehren haben und sich beweisen wollen. Dein Kind wird nie das Gefühl loswerden, für dumm und nutzlos gehalten zu werden. Dein Kind wird dir nie, niemals verzeihen, dass du es nicht akzeptiert hast, weil es nicht sein wollte, wie du es haben wolltest.
Dieses Kind ist dir zu ähnlich, denn es hat sich gewehrt und nicht brechen lassen, und deinen Meister hast du wohl in diesen Spuren von dir selbst gefunden.
Ist es nicht bitter, wenn die eigene Tochter dich so viele Jahre später immer noch nicht liebt?