Montag, 11. Juni 2012; 22:01
Also, wenn C. in einem Punkt recht hat, dann in dem, dass Klingen wie Freunde sind.
Ich mein, jeden Abend (ja, inzwischen jeden Abend..) hol ich sie raus, ich kann sie mir nehmen, wenn ich sie brauche. Mit Freunden kann ich das nicht.
(Und selbst mit mir kann man nicht rechnen, wenn man mich braucht, ich bin nämlich ne ziemlich schlechte Freundin.)
Eigentlich sind sie sogar besser als Freunde. Man muss nicht mit ihnen reden, sich nicht regelmäßig bei ihnen melden (das kann ich nicht so gut), sich nicht vor ihnen rechtfertigen, keine komplizierten sozialen Spielregeln lernen. Ja, bei sozialen Sachen bin ich nicht so gut. Leider. Manchmal hätte ich schon gern jemanden, der mich in den Arm nehmen kann, wenns mir schlecht geht. Jemand, der mich nicht zwingt, sozial zu sein. Sozial bin ich nicht so.
Gott, bin ich egoistisch. Ist auch vielleicht besser so, dass ich keine ‚richtigen‘ Freunde hab. Ich hab einen Freund und dem tu ich schon viel zu oft weh. Ich bin einfach nicht gut in sowas. Ich glaub, mit Einsamkeit kann ich inzwischen umgehen. Vielleicht bin ich deshalb so ich-fixiert.
Ich, ich, ich, ich.
ICH hol jetzt meine herrlich nicht-sozialen Freunde raus.
Und enttäusche O.
Btw bin ICH nicht kritikfähig.
Ich hab heute das Exposé für mein zukünftiges Buch geschrieben (yay!), und als O. halt Kritik gedingst und Verbesserungsvorschläge gemacht hat, hab ich direkt gedacht: ‚Da denkt man, man hat EINMAL was halbwegs Gutes zustande gebracht, da wirds auch schon auseinander genommen.‘
Shit, als Autorin muss man Kritik annehmen können.
Ach Shit, ich wird Penner.
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