Sonntag, 21. Oktober 2012

Ich bin krank.

Ich habe Angst. Angst vor der Sache, in die ich mich da hineingeritten habe. Ich habe Angst davor, dass mir bei der ambulanten Therapie mal ein Gedanke rausrutscht, bei dem sofort sämtliche 'Selbst- und Fremdgefährdungs-Alarmglocken' läuten. Ich habe Angst, dass mir sämtliche Autonomie abgesprochen wird - noch mehr als sowieso schon.
Ich habe Angst davor, eingesperrt zu werden, fixiert zu werden, dass mir zwangsweise Psychopharmaka gegeben werden.

Ich will doch nur frei sein. Frei und ohne Krankheit.
Aber das geht nicht und so wird es auch niemals sein.
Ich bin krank und ich habe Angst davor, zu leben und auf diesem Weg weiterzugehen.

Ständig wird betont, dass man frei ist und tun kann, was man will. Mir wird hier ständig eingeredet, ich wäre 'der Chef in meinem Leben' - das ist ein wörtliches Zitat von Hr. We.
Aber wenn mir auch nur ein falsches Wort rausrutscht, wenn ich einen falschen Gedanken äußere, dann werde ich zwangseingewiesen. Ich hätte nie gedacht, dass ich tatsächlich mal davon bedroht bin, aber so ist es.

Ich will leben und sterben können, wie ich es will. Alle um mich herum sollen mir nicht mehr ihren Willen aufzwingen dürfen. Denn das dürfen sie. Ungestraft.

Ich habe solche Angst. Ich will nicht in der Geschlossenen enden.

Bitte, lasst mich doch nur frei. Lasst mich frei.

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