Wie man sieht, kam es dann doch anders. Morgens wurde ich runtergerufen und mir wurde eröffnet, dass der Stiefpenner meinen Blog gefunden hat (fragt mich nicht wie! So ein verdammter Spanner, ekelhaft! -.-) und ihn direkt erstmal an meinen Vater weiterleiten musste. Der den dann wiederum meiner Mutter, den Betreuern, der Frau vom Jugendamt und dem Erziehungsleiter der Einrichtung schicken musste. Dass er ihn nicht mit nem Flugzeug in den Himmel schreiben lassen hat, ist auch alles.
Tja, dann fand mein HPG ohne meine Eltern und ohne mich statt. Bzw, es war ein 'Fachgespräch'.
Meine werten geladenen Leser wissen, was im alten Blog stand und es ist hier ja auch nachzulesen.
Weil meine Eltern darauf bestanden haben, wurde ich in der Psychiatrie vorgestellt, damit jemand feststellen konnte, ob ich akut suizidal bin oder nicht.
Wie ihr wisst, bin ich das.
Denen hab ich gesagt, dass ich manchmal solche Gedanken habe, mich aber niemals umbringen werde.
Nun, ich durfte wieder nach Hause.. wer weiß, wenn ich nicht so geübt im Lügen wär, hätte ich vielleicht da bleiben müssen.
Und jetzt darf ich spielen, spielen, spielen, bis an mein Lebensende.
Ich muss für immer so tun, als würde ich mir nie was (ernsthaftes) antun können. Oder jemand anderem. Ich kann niemandem mehr erzählen, DASS ICH STERBEN WILL, weil ich sonst wohl in die Geschlossene komme.
Traurige Sache, aber dafür hab ich ja meinen Blog mit geladenen Lesern. Vielleicht hilft mir das darüber hinweg, nicht mehr öffentlich zu sein. Ich muss gestehen, irgendwie fühle ich mich eingesperrt. Irgendwie finde ich es traurig, dass es keine zufällig daherhuschenden Besucher mehr geben wird.
Aber in die Öffentlichkeit habe ich jetzt kein Vertrauen mehr.
*
Erinnert ihr euch, dass ich irgendwann mal davon geschrieben habe, dass meine Mutter mein Tagebuch gelesen hat? Ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich nehme es ihr noch immer übel. U.a. weil sie einfach bestimmt hat, dass es jetzt okay ist. Dass ich mich nicht so anstellen soll.Und jetzt ist genau das Gleiche wieder geschehen. Nur ist das hier kein einfaches Tagebuch mehr. DAS IST MEIN VERDAMMTER KOPF. Hier steht alles, verdammt nochmal alles, was ich in den letzten 1,5 Jahren gedacht habe.
Bei dem Gedanken, wie viele (unbefugte) Menschen das gesehen haben, fühle ich mich, als würde ich nackt in einer Menschenmenge stehen.
Und das Problem ist, dass es wieder okay sein wird. Dass meine Eltern bestimmen, dass ich mich nicht so anstellen soll. Dass ich drüber hinwegkommen soll.
ABER ICH SAG EUCH MAL WAS, IHR MIESEN SCHEISS ARSCHLÖCHER.
Es ist nicht okay und es wird nie wieder okay sein.
ICH bin nicht okay und werde nie wieder okay sein.
Ich werde nie ein verdammtes 'gutes' Verhältnis zu euch haben und das will ich auch gar nicht.
Ihr seid keine verfickten Eltern für mich.
Das, was ihr mir angetan habt; das, wozu ihr mich gemacht habt, werde ich euch nicht verzeihen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen