Sonntag, 17. Juni 2018
Wenn du wissen willst, was du falsch gemacht hast, denk doch mal nach, was es in einem 14-jährigen Kind auslöst, gesagt zu bekommen, dass es keine Zukunft hat. Oder einem 16-jährigen Teenager, wenn du ihm sagst, er sei nicht mehr dein Kind.
Du kannst so unglaublich dankbar sein, dass dieses Kind viele Jahre später überhaupt wieder mit dir redet. Du kannst so nützlich sein wie du willst und so viel tun wie du kannst.
Dein Kind wird es nie vergessen, mit was für einer Krankheit du seinen Geist vergiftet hast. Dein Kind wird für immer daran zu zehren haben und sich beweisen wollen. Dein Kind wird nie das Gefühl loswerden, für dumm und nutzlos gehalten zu werden. Dein Kind wird dir nie, niemals verzeihen, dass du es nicht akzeptiert hast, weil es nicht sein wollte, wie du es haben wolltest.
Dieses Kind ist dir zu ähnlich, denn es hat sich gewehrt und nicht brechen lassen, und deinen Meister hast du wohl in diesen Spuren von dir selbst gefunden.
Ist es nicht bitter, wenn die eigene Tochter dich so viele Jahre später immer noch nicht liebt?
Sonntag, 20. Mai 2018
Diese Erfahrung stimmt mich ein wenig traurig.
Ich erzähle meiner Familie und meinen Lieben von Dingen, die mich begeistern, und verhalte mich mehr oder weniger wie mit meinen Leuten aus der Uni. Denen kann ich halt vor den Latz knallen, was ich will, sie werden es immer rational betrachten. Mit meiner Familie kann ich das nicht tun. Ich muss aufpassen, was ich sage, und kann nicht einfach Argumente in den Raum werfen. Ich merke, dass sie dabei leicht das Gefühl bekommen, ich wolle sie missionieren oder klüger als sie wirken oder sie belehren. Will ich manchmal auch, denn ihre Aussagen sind oft vollkommen unfundiert, logisch inkonsistent oder doppelmoralisch. Ich kann dann nicht die Klappe halten. Ich muss wenigstens darauf hinweisen.
Und das führt dazu, dass ich der "Klugscheißer" bin, was vielleicht auch stimmt, dabei will ich eigentlich nur auf einer Ebene mit ihnen reden, auf der ich mich gewohnheitsmäßig gedanklich und verbal bewege, nämlich auf der der Rationalität. Aber in diesen Dimensionen denken sie einfach nicht, weswegen ich sie nicht weniger lieb habe. Aber ich merke, dass unsere Welten auseinanderdriften und das macht mich sehr traurig. Ich will nicht aus ihrer Welt verschwinden, aber ich weiß nicht, ob ich mich so sehr unter Kontrolle habe, dass ich aus meinen Denk- und Verhaltensweisen rauskomme. Das tut mir so leid.
Ich erzähle meiner Familie und meinen Lieben von Dingen, die mich begeistern, und verhalte mich mehr oder weniger wie mit meinen Leuten aus der Uni. Denen kann ich halt vor den Latz knallen, was ich will, sie werden es immer rational betrachten. Mit meiner Familie kann ich das nicht tun. Ich muss aufpassen, was ich sage, und kann nicht einfach Argumente in den Raum werfen. Ich merke, dass sie dabei leicht das Gefühl bekommen, ich wolle sie missionieren oder klüger als sie wirken oder sie belehren. Will ich manchmal auch, denn ihre Aussagen sind oft vollkommen unfundiert, logisch inkonsistent oder doppelmoralisch. Ich kann dann nicht die Klappe halten. Ich muss wenigstens darauf hinweisen.
Und das führt dazu, dass ich der "Klugscheißer" bin, was vielleicht auch stimmt, dabei will ich eigentlich nur auf einer Ebene mit ihnen reden, auf der ich mich gewohnheitsmäßig gedanklich und verbal bewege, nämlich auf der der Rationalität. Aber in diesen Dimensionen denken sie einfach nicht, weswegen ich sie nicht weniger lieb habe. Aber ich merke, dass unsere Welten auseinanderdriften und das macht mich sehr traurig. Ich will nicht aus ihrer Welt verschwinden, aber ich weiß nicht, ob ich mich so sehr unter Kontrolle habe, dass ich aus meinen Denk- und Verhaltensweisen rauskomme. Das tut mir so leid.
Dienstag, 15. Mai 2018
Ab und zu passiert es, dass etwas eine Gedankenkette anstößt und daraus ein fundamentales Nachdenken über das eigene Leben angestoßen wird. Gerade reflektiere ich darüber, wie ich mich so im Leben schlage und was dazu geführt hat.
Es überrascht mich ehrlich gesagt selbst, wo ich mich heute befinde. Ich komme aus einer zerrütteten Familie ohne Bildungshintergrund oder finanzielle Mittel, habe im Heim gelebt, bin psychisch krank und habe geringe soziale Fähigkeiten. Dennoch studiere ich bereits im vierten Semester, in Regelstudienzeit, mit guten bis sehr guten Noten, arbeite nebenher schon das zweite Semester in Folge an der Uni und engagiere mich ehrenamtlich im Fachschaftsrat. Ich verspüre momentan kein Gefühl der Überforderung und fühle mich ausgeglichen. Ich habe alles im Griff.
Wie viele Leute gibt es wohl, die das von sich behaupten können?
Und vor allem, wie habe ich das überhaupt geschafft? Ich kann da keinen Faktor benennen. Oft hört man, dass solche Erfolge durch Mentoren oder Schlüsselerlebnisse motiviert waren. Doch ich hatte weder das eine noch das andere. Es bleibt mir ein Rätsel.
Es überrascht mich ehrlich gesagt selbst, wo ich mich heute befinde. Ich komme aus einer zerrütteten Familie ohne Bildungshintergrund oder finanzielle Mittel, habe im Heim gelebt, bin psychisch krank und habe geringe soziale Fähigkeiten. Dennoch studiere ich bereits im vierten Semester, in Regelstudienzeit, mit guten bis sehr guten Noten, arbeite nebenher schon das zweite Semester in Folge an der Uni und engagiere mich ehrenamtlich im Fachschaftsrat. Ich verspüre momentan kein Gefühl der Überforderung und fühle mich ausgeglichen. Ich habe alles im Griff.
Wie viele Leute gibt es wohl, die das von sich behaupten können?
Und vor allem, wie habe ich das überhaupt geschafft? Ich kann da keinen Faktor benennen. Oft hört man, dass solche Erfolge durch Mentoren oder Schlüsselerlebnisse motiviert waren. Doch ich hatte weder das eine noch das andere. Es bleibt mir ein Rätsel.
Sonntag, 29. April 2018
Ich bin wohl einfach ein ziemlich ekliger Mensch. Ich ärgere mich darüber, mit meinen Freunden zu arbeiten, weil sie in manchen Bereichen meiner Meinung nach einfach eingeschränkt sind. Es passt mir nicht, mich dem anpassen zu müssen und ein in meinen Augen schlechteres Ergebnis abliefern zu müssen, als ich allein erzielen könnte.
Aber das werde ich tunlichst vermeiden ihnen zu sagen.
Aber das werde ich tunlichst vermeiden ihnen zu sagen.
Freitag, 20. April 2018
Ich glaube, dass es stimmt, was ich befürchtet hatte. Es fällt mir unglaublich schwer, uneingeschränktes Vertrauen zu jemandem zu haben, und ich glaube nicht, dass es so eine Person momentan überhaupt gibt. Ich rede über viele Dinge mit vielen Leuten, aber nicht über die, die wirklich weh tun.
Ich habe ein bisschen Angst, stumpf zu werden. Ich akzeptiere viele Dinge einfach, ich denke mir "wird sich schon wieder richten, ist jetzt auch egal". Ich habe Angst, in dieser lethargischen Weitsichtigkeit den Spaß und die Achterbahnfahrt im Moment zu verlieren.
Ich habe ein bisschen Angst, stumpf zu werden. Ich akzeptiere viele Dinge einfach, ich denke mir "wird sich schon wieder richten, ist jetzt auch egal". Ich habe Angst, in dieser lethargischen Weitsichtigkeit den Spaß und die Achterbahnfahrt im Moment zu verlieren.
Ach, ich bin wohl immer noch vollkommen verkorkst, rettungslos. Erst heute fiel es wieder unangenehm auf; ich kann super Ratschläge geben, aber keine annehmen oder in meinem eigenen Leben sinnvolle Entscheidungen treffen. Ich kann keine Hilfe annehmen, ich muss immer alles selbst machen. Ich muss immer allen beweisen, dass ich nicht blöd bin und dass ich alles schaffe.
Eigentlich nicht den anderen.
Eigentlich nur mir.
Eigentlich nicht den anderen.
Eigentlich nur mir.
Freitag, 2. Februar 2018
Manchmal kommen alte, sehr alte Erinnerungen hoch und mir wird bewusst, dass ich auch mal ganz anders war.
Als Kind war ich so zerbrechlich. Im Nachhinein wird mir nur zu deutlich bewusst, dass es eigentlich kein Wunder ist, wo ich gelandet bin.
Nicht nur Kinder können grausam sein, Erwachsene können das auch. Zu Kindern. Also, verbal, emotional.
Ich glaube, dass dieses winzige, verletzliche Ich ziemlich oft zerbrochen wurde.
Und es wundert und schockiert mich, dass die Erwachsenen in meinem Leben damals nicht gesehen haben, wie sensibel das kleine Mädchen war. Und wie viele Probleme es mit sich rumschleppte. Von zu Hause und aus der Schule.
Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass ich psychologisch auffällig war. Und dass man sich darum hätte kümmern sollen. Ich meine, mit 6 oder 7 habe ich einfach angefangen zu heulen und erklärt, dass niemand mich lieb hätte. Und Klein-Ich meinte das auch so. Wie kann man einem so kleinen Kind schon so ein Gefühl geben.
Fuck, ich hatte das alles verdrängt.
Oft gab es schon morgens Streit und ich bin mit meinem Teddy im Rucksack zur Schule gegangen, weil ich Angst hatte. Und das auch noch, als ich vielleicht schon 11, 12 war.
Als ich 8 war, hab ich zwischen allen Einsen und Zweien einmal eine Vier nach Hause gebracht und wurde dafür geschlagen. (Nicht verprügelt oder so, wie andere Kinder, das nicht.)
In der Schule hab ich so gut wie nie geredet, das fand auch keiner seltsam.
Ich wünschte, man hätte mich damals schon einem Psychologen vorgestellt, vielleicht hätte vieles verhindert werden können.
Ich war einfach erst 13 Jahre alt, als ich anfing, mich zu verletzen. Das ist bald 10 Jahre her und es hängt immer noch an mir. Ich wünschte, jemand hätte der verhindern können.
Und wie kann es jemandem drei Jahre lang nicht auffallen, dass man das eigene Kind seit Jahren nicht mehr im T-Shirt gesehen hat? Wie kann jahrelang kein Lehrer bemerkt haben, dass ich in langen Sachen beim Sport erschien und mich auf dem Klo umzog?
Das kleine Ich ist einfach untergegangen und es tut mir so weh, daran zu denken.
Ich denke, dass sie mich so oft kaputt gemacht haben, dass ich irgendwann einfach so werden musste, wie ich jetzt bin.
Ich bin so stark, ich werde vielleicht aus der Bahn geworfen, aber niemand kriegt mich unter.
Ich werde nicht brechen.
Und ja, manchmal verachte ich Leute, die nicht so sind. Das ist nicht fair.
Manchmal habe ich Angst, dass ich niemanden mehr wirklich an mich heranlassen kann. Nicht wirklich.
Als Kind war ich so zerbrechlich. Im Nachhinein wird mir nur zu deutlich bewusst, dass es eigentlich kein Wunder ist, wo ich gelandet bin.
Nicht nur Kinder können grausam sein, Erwachsene können das auch. Zu Kindern. Also, verbal, emotional.
Ich glaube, dass dieses winzige, verletzliche Ich ziemlich oft zerbrochen wurde.
Und es wundert und schockiert mich, dass die Erwachsenen in meinem Leben damals nicht gesehen haben, wie sensibel das kleine Mädchen war. Und wie viele Probleme es mit sich rumschleppte. Von zu Hause und aus der Schule.
Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass ich psychologisch auffällig war. Und dass man sich darum hätte kümmern sollen. Ich meine, mit 6 oder 7 habe ich einfach angefangen zu heulen und erklärt, dass niemand mich lieb hätte. Und Klein-Ich meinte das auch so. Wie kann man einem so kleinen Kind schon so ein Gefühl geben.
Fuck, ich hatte das alles verdrängt.
Oft gab es schon morgens Streit und ich bin mit meinem Teddy im Rucksack zur Schule gegangen, weil ich Angst hatte. Und das auch noch, als ich vielleicht schon 11, 12 war.
Als ich 8 war, hab ich zwischen allen Einsen und Zweien einmal eine Vier nach Hause gebracht und wurde dafür geschlagen. (Nicht verprügelt oder so, wie andere Kinder, das nicht.)
In der Schule hab ich so gut wie nie geredet, das fand auch keiner seltsam.
Ich wünschte, man hätte mich damals schon einem Psychologen vorgestellt, vielleicht hätte vieles verhindert werden können.
Ich war einfach erst 13 Jahre alt, als ich anfing, mich zu verletzen. Das ist bald 10 Jahre her und es hängt immer noch an mir. Ich wünschte, jemand hätte der verhindern können.
Und wie kann es jemandem drei Jahre lang nicht auffallen, dass man das eigene Kind seit Jahren nicht mehr im T-Shirt gesehen hat? Wie kann jahrelang kein Lehrer bemerkt haben, dass ich in langen Sachen beim Sport erschien und mich auf dem Klo umzog?
Das kleine Ich ist einfach untergegangen und es tut mir so weh, daran zu denken.
Ich denke, dass sie mich so oft kaputt gemacht haben, dass ich irgendwann einfach so werden musste, wie ich jetzt bin.
Ich bin so stark, ich werde vielleicht aus der Bahn geworfen, aber niemand kriegt mich unter.
Ich werde nicht brechen.
Und ja, manchmal verachte ich Leute, die nicht so sind. Das ist nicht fair.
Manchmal habe ich Angst, dass ich niemanden mehr wirklich an mich heranlassen kann. Nicht wirklich.
Donnerstag, 25. Januar 2018
Ich bin eine große Schwester. Das ist schon irgendwie Teil meiner Identität. Ich bin stark (zumindest nach außen), ich bin diejenige, die schon an all den Punkten war, an denen du gerade verzweifelst. Ich helfe dir, wenn du Hilfe brauchst. Das ist okay.
Aber es geht mir so, so sehr auf die Nerven, dass du nichts alleine kannst. Denkst du, als ich in dieser Position war, hätte ich mit jeder winzigen Kleinigkeit zu jemandem kommen können? Google, kennst du? Ich hab mir alles selbst erarbeitet und beigebracht, mir alles selbst zusammengesucht. Ist es zu viel verlangt, dass du wenigstens einmal dein Gehirn benutzt? Es geht mir so auf den Sack. Ich bin nicht deine Mutter!
Aber es geht mir so, so sehr auf die Nerven, dass du nichts alleine kannst. Denkst du, als ich in dieser Position war, hätte ich mit jeder winzigen Kleinigkeit zu jemandem kommen können? Google, kennst du? Ich hab mir alles selbst erarbeitet und beigebracht, mir alles selbst zusammengesucht. Ist es zu viel verlangt, dass du wenigstens einmal dein Gehirn benutzt? Es geht mir so auf den Sack. Ich bin nicht deine Mutter!
Sonntag, 21. Januar 2018
Manchmal würde ich euch gerne ins Gesicht schreien, wo ich war. Mental. Manchmal wünsche ich mir, ihr könntet mir am Gesicht ablesen, dass ich mal jemand war, der weinend, schreiend, blutend im Bad lag und nur sterben wollte. Dass das manchmal immer noch meine Realität ist. (Okay, ich schneide mich nicht mehr auf, aber das heißt nicht, dass es nicht Momente gäbe, in denen ich das wollen würde.) Wobei ihr das eigentlich sehen können solltet. Schaut euch nur meinen Körper an. Ich frage mich, ob die Leute denken, man würde sich sowas einfach so antun. Aus Spaß oder was weiß ich.
Ich weiß nicht ob ihr ignorant seid oder einfach nur keine Vorstellungskraft besitzt.
Manchmal würde ich gerne für einen Tag tauschen, einen von den schlechten.
Melodrama off für heute.
Ich weiß nicht ob ihr ignorant seid oder einfach nur keine Vorstellungskraft besitzt.
Manchmal würde ich gerne für einen Tag tauschen, einen von den schlechten.
Melodrama off für heute.
Manchmal frage ich mich immer noch, ob ich irgendwann in einer geschlossenen Station enden werde.
Die Wenigsten sind sich darüber im Klaren, wie viel Kraft es jeden Tag kostet, diesen Standard aufrecht zu erhalten.
"Du warst so wütend" - nein, ich bin wütend. Das alles ist nicht weg, auch wenn ich so gerne sage, dass das eine andere Person war. Diese Person ist immer noch in mir, aber ich lasse sie nicht raus. Das ist alles.
Die Wenigsten sind sich darüber im Klaren, wie viel Kraft es jeden Tag kostet, diesen Standard aufrecht zu erhalten.
"Du warst so wütend" - nein, ich bin wütend. Das alles ist nicht weg, auch wenn ich so gerne sage, dass das eine andere Person war. Diese Person ist immer noch in mir, aber ich lasse sie nicht raus. Das ist alles.
Samstag, 6. Januar 2018
Eben las ich einen Artikel über Entfremdung innerhalb der Familie. Es wurde dargelegt, dass 8% der Befragten keinen Kontakt mehr zu einem oder mehreren Familieangehörigen hätten. Dieser Wert wurde dann genutzt, um darzulegen, dass Entfremdung "nicht selten, häufiger als gedacht" vorkäme.. okay.
Ich habe mit Sicherheit schonmal darüber geredet, aber in meiner Familie ist es die Ausnahme, überhaupt miteinander zu sprechen. Ich habe vier Tanten, drei Onkel (+ einen verstorbenen), drei Cousinen (eine davon mit drei Kindern) und drei Cousins, und vielleicht noch mehr in der Richtung, von denen ich nichts weiß. Die meisten davon noch mit Ehepartnern. (Not to talk about grandparents. Kannte nur eine davon und die habe ich nicht mehr gesehen seit ich 13 war und dann ist sie gestorben. *shrug*)
Und ich habe in den letzten fünf Jahren mit vielleicht... drei davon gesprochen, wenn es hochkommt.
Mit meiner Schwester habe ich seit einem dreiviertel Jahr nicht mehr gesprochen. Meinen Vater sehe ich vielleicht einmal in zwei Monaten.. und dann gibt's nur Smalltalk und Katze betüddeln. (Immerhin hat er eingesehen, dass sie das einzige Enkelkind ist das er bekommen wird..)
Ich würde schon manchen Leuten gerne mal meine Familie unter die Nase halten.
Okay, eigentlich bin ich nur fucking neidisch.
Ich habe mit Sicherheit schonmal darüber geredet, aber in meiner Familie ist es die Ausnahme, überhaupt miteinander zu sprechen. Ich habe vier Tanten, drei Onkel (+ einen verstorbenen), drei Cousinen (eine davon mit drei Kindern) und drei Cousins, und vielleicht noch mehr in der Richtung, von denen ich nichts weiß. Die meisten davon noch mit Ehepartnern. (Not to talk about grandparents. Kannte nur eine davon und die habe ich nicht mehr gesehen seit ich 13 war und dann ist sie gestorben. *shrug*)
Und ich habe in den letzten fünf Jahren mit vielleicht... drei davon gesprochen, wenn es hochkommt.
Mit meiner Schwester habe ich seit einem dreiviertel Jahr nicht mehr gesprochen. Meinen Vater sehe ich vielleicht einmal in zwei Monaten.. und dann gibt's nur Smalltalk und Katze betüddeln. (Immerhin hat er eingesehen, dass sie das einzige Enkelkind ist das er bekommen wird..)
Ich würde schon manchen Leuten gerne mal meine Familie unter die Nase halten.
Okay, eigentlich bin ich nur fucking neidisch.
Dienstag, 2. Januar 2018
Montag, 1. Januar 2018
Wenn du gefragt wirst: Freiheit oder Sicherheit? Was wirst du wählen?
Es ist die grundlegende Frage, eines der Axiome der Postmoderne. Dass die Sicherheit über allem steht.
Doch wollen wir das?
Wir Industrienationen verschließen gern die Augen vor dem, was die Welt außerhalb unserer Blase bereithält. Das Gegenteil von Sicherheit, im Grunde.
Wir sind die Ausnahme, die die Regel bestätigt.
Und was tun wir nicht, um uns das vergessen zu machen.
Was ist schon Sicherheit?
Wenn du den Gedanken ganz zu Ende führst, bedeutet Sicherheit auch das Gegenteil von Freiheit.
Aber was bedeutet dir das Leben, was macht es zum Leben?
Ist das wohl eine Charakterfrage? Ich weiß es nicht.
Ich weiß, dass ich nicht in einer Welt leben will, die mein Leben bestimmt. Ich weiß, dass Selbstbestimmung für mich über allem steht. Bis ganz zum Ende.
Vielleicht muss man erlebt haben, was es heißt, keine Kontrolle zu haben, um das nachvollziehen zu können.
Die vollkommene Fremdbestimmung. Unmündigkeit, Kind sein nennen wir das hier gern.
Aber manche Kinder sind weniger lang Kinder als andere - egal was ihr Alter sagt.
Stecke einen Erwachsenen in den Körper eines Kindes.
Der ultimative Alptraum, ist es nicht genau das?
Wir, die Erwachsenen, fürchten nichts so sehr wie das Gefühl der Unfähigkeit. Anderen ausgeliefert zu sein. Ein Spielball der Gedanken und Gefühle anderer. Nichts zu dürfen. Keinen Willen zugestanden bekommen. Das bedeutet es, ein Kind zu sein.
Für die meisten Kinder ist das gut. Sicherheit, wieder. Der Schutz vor der eigenen Unmündigkeit. Dem Blödsinn, den ein Kinderverstand gern ausspuckt.
Aber manche Kinder sind keine, auch wenn sie so scheinen.
Ich habe nicht das erlebt, was andere Kinder zweifellos erleiden müssen. Ich wurde nicht misshandelt. Ich musste keine Zwangsarbeit verrichten, in einer Nähfabrik arbeiten oder wurde verprügelt. Ich wurde nicht prostituiert, verheiratet oder verkauft. Es gibt so viel schlimmere Schicksale als das meine.
Aber ist Leid nicht ein subjektives Empfinden?
Ich will mich nicht auf eine Stufe stellen mit irgendjemandem. Ich will nur meine Geschichte erzählen.
Ich will nur sagen, dass ich kein Kind mehr war, lange bevor ich es war.
Sicherlich, ich war nicht erwachsen. Vielleicht war es richtig, mich nicht all das tun zu lassen, was ich wollte. Obwohl im Nachhinein das meiste doch nicht schlimm gewesen wäre.
Was ich sagen will, ist dass ich viele Jahre zwar die Fähigkeiten, aber nicht die Möglichkeit hatte, mein Leben zu bestimmen. Ich litt unter dem Eindruck, dass keiner meiner Taten ein Sinn innewohnte. Was ich tat, war irrelevant. Es änderte nichts an der Realität um mich herum.
Ich will nie wieder ein derartiges Gefühl verspüren müssen.
Das ist der Stoff, aus dem Wahnsinn gemacht ist.
Ich weiß, dass ich am Abgrund stand, an dem viele Leute irgendwann stehen müssen.
Es war knapp, sehr knapp, dass ich ihm entging. Nur die Kontrolle über mein Dasein wird es je vermögen, mich in der Welt zu verankern.
Ich werde Freiheit immer über Sicherheit stellen, in einer Welt, die versucht jedes Risiko auszuschalten.
Vielleicht bin ich damit in der Minderheit, aber das ist egal.
Ich bin sowieso eine Minderheit damit, was ich überstanden habe.
Aber ich möchte jedem, der sich an einem Scheideweg in seinem Leben befindet, eines sagen.
Du musst selbst die Kontrolle übernehmen. Du musst dich selbst über die falsche Sicherheit stellen, der du vielleicht vertraust.
Niemand sonst kann dir helfen, wenn du es nicht selbst tust.
Du bist Herr über dein Leben, wenn du es nur willst.
Lass dir das von niemandem nehmen.
Es ist die grundlegende Frage, eines der Axiome der Postmoderne. Dass die Sicherheit über allem steht.
Doch wollen wir das?
Wir Industrienationen verschließen gern die Augen vor dem, was die Welt außerhalb unserer Blase bereithält. Das Gegenteil von Sicherheit, im Grunde.
Wir sind die Ausnahme, die die Regel bestätigt.
Und was tun wir nicht, um uns das vergessen zu machen.
Was ist schon Sicherheit?
Wenn du den Gedanken ganz zu Ende führst, bedeutet Sicherheit auch das Gegenteil von Freiheit.
Aber was bedeutet dir das Leben, was macht es zum Leben?
Ist das wohl eine Charakterfrage? Ich weiß es nicht.
Ich weiß, dass ich nicht in einer Welt leben will, die mein Leben bestimmt. Ich weiß, dass Selbstbestimmung für mich über allem steht. Bis ganz zum Ende.
Vielleicht muss man erlebt haben, was es heißt, keine Kontrolle zu haben, um das nachvollziehen zu können.
Die vollkommene Fremdbestimmung. Unmündigkeit, Kind sein nennen wir das hier gern.
Aber manche Kinder sind weniger lang Kinder als andere - egal was ihr Alter sagt.
Stecke einen Erwachsenen in den Körper eines Kindes.
Der ultimative Alptraum, ist es nicht genau das?
Wir, die Erwachsenen, fürchten nichts so sehr wie das Gefühl der Unfähigkeit. Anderen ausgeliefert zu sein. Ein Spielball der Gedanken und Gefühle anderer. Nichts zu dürfen. Keinen Willen zugestanden bekommen. Das bedeutet es, ein Kind zu sein.
Für die meisten Kinder ist das gut. Sicherheit, wieder. Der Schutz vor der eigenen Unmündigkeit. Dem Blödsinn, den ein Kinderverstand gern ausspuckt.
Aber manche Kinder sind keine, auch wenn sie so scheinen.
Ich habe nicht das erlebt, was andere Kinder zweifellos erleiden müssen. Ich wurde nicht misshandelt. Ich musste keine Zwangsarbeit verrichten, in einer Nähfabrik arbeiten oder wurde verprügelt. Ich wurde nicht prostituiert, verheiratet oder verkauft. Es gibt so viel schlimmere Schicksale als das meine.
Aber ist Leid nicht ein subjektives Empfinden?
Ich will mich nicht auf eine Stufe stellen mit irgendjemandem. Ich will nur meine Geschichte erzählen.
Ich will nur sagen, dass ich kein Kind mehr war, lange bevor ich es war.
Sicherlich, ich war nicht erwachsen. Vielleicht war es richtig, mich nicht all das tun zu lassen, was ich wollte. Obwohl im Nachhinein das meiste doch nicht schlimm gewesen wäre.
Was ich sagen will, ist dass ich viele Jahre zwar die Fähigkeiten, aber nicht die Möglichkeit hatte, mein Leben zu bestimmen. Ich litt unter dem Eindruck, dass keiner meiner Taten ein Sinn innewohnte. Was ich tat, war irrelevant. Es änderte nichts an der Realität um mich herum.
Ich will nie wieder ein derartiges Gefühl verspüren müssen.
Das ist der Stoff, aus dem Wahnsinn gemacht ist.
Ich weiß, dass ich am Abgrund stand, an dem viele Leute irgendwann stehen müssen.
Es war knapp, sehr knapp, dass ich ihm entging. Nur die Kontrolle über mein Dasein wird es je vermögen, mich in der Welt zu verankern.
Ich werde Freiheit immer über Sicherheit stellen, in einer Welt, die versucht jedes Risiko auszuschalten.
Vielleicht bin ich damit in der Minderheit, aber das ist egal.
Ich bin sowieso eine Minderheit damit, was ich überstanden habe.
Aber ich möchte jedem, der sich an einem Scheideweg in seinem Leben befindet, eines sagen.
Du musst selbst die Kontrolle übernehmen. Du musst dich selbst über die falsche Sicherheit stellen, der du vielleicht vertraust.
Niemand sonst kann dir helfen, wenn du es nicht selbst tust.
Du bist Herr über dein Leben, wenn du es nur willst.
Lass dir das von niemandem nehmen.
Dienstag, 5. Dezember 2017
Es ist wahr! Wenn du nur lange genug suchst, wirst du einen Weg finden. Einen Weg ins Glück, in eine bessere Zeit. Er ist da, du musst ihn nur finden. So glaub mir doch, ich habe einen Weg gefunden. Du bist stark, du musst dich nur selbst finden. Du wirst deinen Weg gehen und das alles hinter dir lassen. Und du wirst auf dich zurückblicken und so unglaublich stolz sein, durchgehalten zu haben. Glaub mir, du wirst es schaffen. Ich glaube an dich.
Montag, 13. November 2017
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